• Justus

"Schattenspiel" am Seeköpfle Rotpunkt-Begehung

Aktualisiert: 31. Juli 2020

Weil der Wetterbericht in diesem verregneten August endlich mal gut war, haben wir uns vorgenommen, im Lechtal ein paar Routen zu klettern. Als erste Station haben wir uns unsere Erstbegehung "Schattenspiel" (185m, 7-/7) ausgewählt.


Also ging's in Bach mit dem MTB los, eine 3/4 Stunde radeln, bis zum Ende der Straße. Hier geht's auf verschiedenen Wegen zur Memminger Hütte. Da wir am Abend noch weiter wollten entschieden wir uns für den deutlich weiteren Weg, der unserem nächsten Ziel näher lag, sodass wir unsere Rucksäcke nach ca. dem halben Weg deponieren und nur mit leichtem Gepäck zum Seeköpfle aufsteigen konnten.


Nach diesem extra langen Zustieg fiel mir der Einstieg ordentlich schwer, doch die Kletterei ist toll, der Fels extrem rau, kleingriffig und fest. Am Ende der Seillänge kommen noch ein paar Schrofen, die aber kaum stören.



Die ersten Meter sind gleich recht anspruchsvoll, aber schön.

Weiter ging Simon in der leichtesten Seillänge der Tour, die etwas brüchig ist und eine große Schlucht überwindet und wieder in guten Fels führt. Die Kletterei ist hier nicht so schön wie sonst, dafür ist das Ambiente über der Schlucht toll.

Simon am Stand über der Schlucht.

Kurz unter dem 2. Stand.

Dann ging's schon in die Schlüsselseillänge. Hier wird der Fels immer besser, die Schlüsselstelle, ein Bauch, der in die markante Platte führt, hat ausreichend gute Griffe und ist mit etwas Kraft ganz gut machbar (oder 6+, A0). Die folgende Platte ist hervorragend zu klettern mit vielen seichten Löchern und kleinen Leisten.


Los gehts in die Schlüssellänge.


Simon überwindet die Schlüsselstelle...

... und gelangt in die tolle Platte.

Langsam zogen dicke Quellwolken auf, sodass Simon zügig in die letzte Seillänge startete. Hier erwartet einen noch einmal schöne Kletterei, sofern man im kompakten Fels geht und sich nicht ins leichtere brüchige Gestein locken lässt.

Simon in der letzten SL.

Auch ich kam zügig nach, da sowohl über dem Parseier als auch um die Freispitze schon Gewitterwolken hingen. Vom letzten sichtbaren Haken steigt man am besten und schönsten geradeaus nach oben zur Kante, hinter welcher gleich der letzte Stand ist.


Die letzten Meter bieten nochmal tolle Wandkletterei.

Schnell noch zusammenpacken, dann joggen wir runter. Trotzdem werden wir richtig nass auf dem Weg zum Rucksack im Tal und der ist auch nicht ganz trocken geblieben. Der Fels, die Sachen und wir sind nass und so beschließen wir wieder abzusteigen und heimzufahren.


Kletterlänge: 185m

Schwierigkeit: 7-/7 (7-, A0)

Grüße Simon und Justus

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