Bretterspitze Westgrat

Schon lange hat mich der Westgrat der Bretterspitze angelacht und ich nahm mir diese Tour schon des öfteren vor. Das liegt einerseits daran, dass die Hornbachkette eine eher ruhigere Gegend im sonst so überlaufenen Allgäu ist und dass außerdem der Westgrat an der Bretterspitze als einer der schönsten Klettergrate im II. Grad im Allgäu gilt.

Die Bretterspitze hier links neben der dominanten Gliegerkarspitze.

Am 27.08.2020 hatte ich dann endlich mal Zeit für diese Tour gefunden. Also fuhren wir morgens um 4:30 los in Richtung Hinterhornbach. Wir wollten rechtzeitig loslaufen, da für den Nachmittag Gewitter vorhergesagt waren.

So konnten wir schon um 6:00 Uhr in Richtung Kaufbeurer Haus starten.

Das Kaufbeurer Haus, noch eine richtige Bergsteigerunterkunft, ist eine Selbstversorger Hütte, die an Wochenenden bewirtet ist.




Nach einer guten Stunde erreichten wir das Kaufbeurer Haus und stiegen von hier auf markiertem Weg entlang des Normalweges in Richtung Bretterspitze auf.

Nach einer halben Stunde teilt sich der Weg. Der Normalweg der Bretterspitze geht nach links in Richtung Schwärzer Scharte, während wir auf leichten Steigspuren über den Ostrücken ( felsig (I) ) auf den Ostgipfel der Gliegerkarspitze steigen.

Dieser Steig ist zwar nicht mehr markiert es sind aber immer wieder Steinmanndl und manchmal auch alte Eisenstifte zu sehen, die die Orientierung erleichtern.


Ausstieg über den Ostrücken auf die Gleigerkarspitze und Westgrat auf die Bretterspitze

Wir erreichten die Gliegerkarscharte zwischen Brtetterspitze und Gliegerkarspitze und entschieden uns dann noch unschwierig auf den Ostgipfel der Gliegerkarspitze zu steigen.

Wieder in der Gliegerkarscharte widmeten wir uns dann unsrerem Tagesziel dem Westgrat der Bretterspitze.


Der Westgrat von der Scharte aus gesehen

Bei der Begehung hält man sich eigentlich immer ziemlich direkt am Grat. Während es im untersten Teil des Grates noch etwas brüchig ist, wird der Grat nach oben hin immer schöner.

Nach dem unteren Teil, folgt fast durchgehend Kletterei im 2ten Grad, die hin und wieder durch Schuttbänder unterbrochen wird, was aber den Klettergenuss nicht wirklich stört.

Am Grat ist meistens der 2. Grad zu klettern, es können manche Stellen zwar auch umgangen werden, diese sind dann aber brüchig und vermutlich nicht schön zu klettern.

Nach einer guten halben Stunde erreichten wir dann leider schon den Vorgipfel und stiegen zum Hauptgipfel der Bretterspitze hinüber.


Blick vom Hauptgipfel der Bretterspitze nach Süden ins Lechtal

Dann stiegen wir unschwierig über den Normalweg zum Kaufbeurer Haus ab und weiter nach Hinterhornbach ins Tal.






Fazit:

Es ist durchaus eine schöne Tour an einem schönen Grat, aber leider etwas kurz.

Dennoch lohnt sich die eher einsamere Tour im gesamten sehr, außerdem kann man beim Aufstieg auch die Gliegerkarspitze, und wenn man will auch noch deren Hauptgipfel, mitnehmen.


Grüsse Jonathan und Thomas


Tourendaten:

Höhenmeter: 1581 m

Strecke: 15,76 km

Schwierigkeit: II, weglos am Grat


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