• Simon

Überschreitung Monte Cevedale und Zufallspitze (Ostgrat)

Bekannt für die Ortlergruppe sind natürlich der Ortler sowie die Königsspitze aber auch die 200m niedrigeren Berge wie Cevedale und Zufallspitze sind durchaus lohnende Ziele um sich ein wenig zu Akklimatisieren.

Als Aufstieg wählten wir den Weg über das Martelltal. Vom Parkplatz am Talende (2050m) steigt man den sehr gut ausgebauten Wanderweg bis zur Martellhütte auf.

Die Lichter der Martellhütte sind schon zu sehen.
Den Gratverlauf zur südlichen Zufallspitze sieht man schon sehr früh.

Von der Martellhütte aus geht es weiter in Richtung Fürkelescharte. Je nach Verhältnissen kann es aber auch sinnvoller sein direkt auf den Gletscher zu gehen und erst weiter oben in den Grat über zugehen, da der steile Aufschwung auf die Scharte durch den Permafrost mittlerweile sehr brüchig ist.

Ist man auf dem Ostgrat angekommen kann man die abwechslungsreiche Kraxelei genießen. Den Weg kann man ab hier auf keinen Fall verfehlen, da man sich immer auf dem Grat oder leicht daneben bewegt. Durch Steinmänner ist der Weg zudem auch noch sehr gut markiert.

Die südliche Zufallspitze links und rechts die schneebedeckte Nördliche
Im Hintergrund sieht man den zurückgelegten Gratverlauf sehr gut.

Weiter geht es den Grat Meter für Meter nach oben bis man auf der 3757m hohen Zufallspitze steht. Die Schwierigkeiten sind max. im I Grad, sodass für den Gratanstieg kein Seil benötigt wird. Wenn man allerdings noch den Cevedale mitnehmen möchte, sollte von nun an auf dem Gletscher am Seil gegangen werden.

Zufallspitze 3757m, super Truppe!

Nun steigt man die paar Meter von Gipfel ab bis man den Gletscher erreicht und sich in Ruhe anseilen kann. Von dort weg geht es meist sehr gut gespurt zum Cevedale. Die ein oder andere Gletscherspalte muss dennoch überwunden werden.

Die Zufallspitze im Hintergrund

Der Weiterweg zum Gipfel des Cevedale ist unschwierig und sobald sich die Wege von der Casatihütte und unserem Gewählten vereinen ist Rücksicht gefragt, da natürlich einige Seilschaften am Berg unterwegs sind.

Nach nicht einmal einer halben Stunde steht man auf dem nächsten Gipfel und kann eine perfekte Aussicht auf die umliegenden Gipfel genießen. Natürlich stechen die markanten Berge wie Königsspitze und Ortler heraus, aber auch in der Ferne kommt die Berninagruppe mit dem einzigen 4000er der Ostalpen zum Vorschein. Richtung Südost ist noch die Brentagruppe mit ihren verschneiten Gipfel zu erwähnen. Besonders markant ist hier der Cima Tosa mit seiner Eiskappe. Einen Bericht zu dieser Tour findet ihr auch bei uns auf der Webseite.

Königsspitze und Ortler

Für den Abstieg wählten wir den Weg über die Casatihütte und anschließend über den Langtalferner, wo man unten mit einem Labyrinth von Gletscherbächen zu kämpfen hat. Besser ist es auf jeden Fall oberhalb des Gletschers zu bleiben und Richtung Eisseespitze zu queren bis man wieder auf den befestigten Weg Nr. 150 ist. Von dort aus geht es unschwierig ins Martelltal zurück.

Anfangs noch auf der Suche nach dem besten Weg. Irgendwann war's uns dann auch egal :D

Fazit: Bei schönem Wetter findet man eine wunderschöne Hochgebirgslandschaft mit genialer Aussicht vor. Durch die guten Stützpunkte und der leichten Aufstiege handelt es sich natürlich um eine sehr frequentierte Tour. Hat auch seine Vorteile: Muss man schon mal nicht spuren und kann auf der Autobahn zur Casati runter, gut Meter machen :D


Falls ihr noch Fragen zur Tour habt, her damit! :)


Gruß

Simon


Routendaten:

Höhenmeter: 1950hm

Strecke: 25km

Ausgangsort: Talschluss Hinteres Martelltal (2050m)

Gipfel: Zufallspitze (3757m), Cevedale (3769m)

Schwierigkeiten: PD-, Stellen II, 30°

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